Essays

Prolog

 07 manuskriptDie ersten Zeilen einer nicht enden wollenden Arbeit. Wen wunderts? Die Entschärfung des Menschen ist kein Pappenstiel - und wahrscheinlich aussichtslos...


In einer gefährlichen Welt ist der Ungefährliche Mensch ein ge­fährdetes Subjekt. Es bedarf keiner Erläuterung, was gefährlich ist an der Welt. Sie wirft den Menschen hinein und wieder hin­aus nach Gesetzmäßigkeiten, die jeder Beschreibung spotten – manche behaupten: nach gar keinen Gesetz­mäßigkeiten. Was vermag der Unge­fährliche Mensch dagegen auszurichten? Wer und was soll das über­haupt sein, der Ungefährliche Mensch? Wenn überall Gefahr lauert und am unge­wissen Ende die ultimative Gefahr, der Tod, doch gewiß ein­tritt, muß man da nicht Gefahr aus­strahlen, ein Teil von ihr sein, um mit abschreckender Wirkung wenigstens die Frist hinauszuzö­gern oder ganz vergessen zu machen? Die Ver­breitung von Angst als Kompensation für erlittene Angst? Ein Teufels­kreis.

»Im Kreise laufen die Gottlosen«, beschrieb Apostel Paulus die Lage.

Die Ambitionen haben sich geändert, die Sorge um Gottesferne ist ent­fallen. Der Kreislauf ist ge­blieben. Die Regel lautet: Die Welt heißt Dich, Mensch, nicht willkommen. Nur kämpfend kannst Du Dich be­haupten. Stellst Du die Kampfhandlungen ein, wird bald Dein letztes Stündlein schlagen. Also klage nicht und halte der Bedrohung stand, auch ohne Aus­sicht auf Erfolg. Was notwendig der Fall ist, sei nicht zu ändern, so heißt es lapidar. Mangel, Not, Unheil und Verhängnis gelten als unver­meidlich. Wer sein will ein Weilchen, hat dies hinzunehmen.

Viel gibt es an der eigentlich trostlosen Haltung des hinhaltenden Widerstands nicht auszusetzen. Schließlich ist die unbefriedigende existentielle Ausgangslage kein Hirngespinst, sie ist der Gordische Knoten der Philosophie, nur transzendentale Sprünge helfen darüber hinweg. Je­dermanns Sache ist das nicht. Meist bleibt es beim Widerstand ohne Chancen auf einen Durchbruch. Widerstand als Selbstzweck, der nicht mehr danach fragt, wer ihm da in die Quere kommt. So gerät der Mensch dem Menschen vors Visier - und weiß doch nicht, wie ihm ge­schieht.

Wer die Regel leugnet und sich starrsinnig weigert, der Furcht vor dem Unterliegen und Ver­bannung aus dem Sein nachzugeben, scheint die Grundlagen nicht verstanden zu haben. Also re­den wir über die Grund­lagen, anstatt sie stumm vorauszusetzen. Warum nicht die Faustregel, die uns soviel Kummer macht, in Zweifel ziehen, anstatt womöglich ohne Not Notlagen auszuhalten?

Ideologisch gesehen ist der Mensch als Gattungswesen seit gut 200 Jahren über den Berg, steht seitdem gewissermaßen unter Naturschutz. Menschenrecht ist Jedermanns Recht. Einst den Köpfen wohlmeinender Aufklärer entsprungen, ist das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit eines jeden zum konstitutiven Bestandteil des öffentlichen wie privaten Bewußtseins geworden. Es hapert nur noch an der weltweiten Durchsetzung dieses Anspruches. Daran wird gearbeitet.

Am Ziel der Historie besteht also kein Zweifel, lediglich der Zeitpunkt der Erfüllung bleibt offen, verbunden mit dem Streit über die Mittel und Methoden. Ziel und Absicht lassen nichts zu wünschen übrig – allein die Geschichte der letzten zwei Jahrhunderte spricht eine andere Sprache: Nie zuvor ist der Mensch von Seinesgleichen dermaßen umfangreich, systematisch und gnadenlos geschunden worden wie seit Proklamation der Menschenrechte. Was jedwede Person schützen sollte vor Willkür und Barbarei, ist anscheinend nur die lyrische Begleitmusik zu einem Feldzug, der nicht mehr aufzuhalten zu sein scheint, einem Feldzug, der unter der Parole marschiert: Rettung der Menschheit durch Dezimierung.

So ist die Lage, und sie ist kein Geheimnis. Politik, die kultiviert sein will, erschöpft sich nicht in der Anhäufung grenzenloser Machtmittel zu beliebiger Verfügung, sondern zeigt sich an maßgeblichen Stellen ehrlich bemüht, den sich verbreiternden Graben zwischen Zielsetzung und Wirklichkeit zu schließen. Doch stets stellen Rückschläge die Erfolge in den Schatten. Man mag die Kausalität zwischen den immer schrilleren Bekenntnissen zu den Menschenrechten und der überbordenden Verletzung eben dieser Rechte beklagen oder leugnen – jedenfalls gilt: Die Auszeichnung des Menschen mit unbedingten Grundrechten verhindert nicht die ausufernde Barbarei des Menschen gegen Menschen. Im Gegenteil: Seit der Mensch amtlicherseits für sakrosankt erklärt wurde, ist die Jagd auf ihn erst richtig in Fahrt gekommen.

Die Gemeinschaft der Menschen gleicht einem Krebspatienten, dem die Ärzte unverdrossen das Recht auf körperliche Unversehrtheit versichern, während die Krankheit unaufhaltsam voranschreitet. So lernt man, seine Ärzte zu hassen und seine Rechte zu verachten. Spürbar wird diese Verachtung an der Beiläufigkeit, mit der die elementaren Menschenrechte – wenn überhaupt noch – zitiert werden. Während die Heiligen Rechte in den Präambeln wohltätiger Organisationen ersaufen, reißt der globale Markt die Grenzen nieder und zerstört alle Mindeststandards, auf die jeder Einzelne glaubt, einen verbrieften Anspruch zu haben. Je eifriger wir daran arbeiten, die tanzenden Verhältnisse in die richtigen Bahnen zu lenken, desto mehr schaffen wir Verhältnisse, denen wir nicht mehr gewachsen sind. Und Laufenlassen ist auch keine Option. Das Gefühl permanenter Bedrohung wird lediglich von dem quälenden und selten eingestandenen Gefühl von Überforderung überboten. Wir organisieren über unsere Verhältnisse. Es war schon immer ein Irrtum, den Schutz der Schwachen gegen die Starken für das Primärmotiv der Menschenrechte zu halten. Th. Hobbes, der Ahnherr der modernen Gesellschaften, hat selbst diese Theorie dementiert, indem er Stärke für eine Illusion hielt, die zwar viel Unheil anrichtet, aber auch immer jene mit in den Orkus reißt, die dieser Illusion erliegen1. Nicht seine Stärke, sondern die Verletzlichkeit des Menschen, seine Hinfälligkeit und existentielle Schwäche ist das Kernproblem.

Don Quixote lebt. Über den furchtlosen Ritter, der handelte, wo wir nur träumen, besaßen Gefah­ren keine Macht. Der Ungefährliche Mensch rühmt den Edelmann in der Kunst des Scheiterns als sein größtes Vor­bild, denn er kämpfte mit dem Schwert, wo andere nur Worte zücken. Seine Werkzeuge, rostiges Eisen an einem schwachen Leib auf einem schwindsüchtigen Gaul, waren ebenso untauglich wie deren. Er ge­fährdete niemanden als sich selbst. Mit unbarmherziger Harm­losigkeit drosch er auf die Verstockten ein, die nicht glauben wollten, daß das, was andere für einen Segen hielten, kein Segen sei, was sie für einen Fluch hielten, kein Fluch - und vor allem, daß es kein Leid gäbe, das sich nicht aus der Welt schaffen ließe. Der edle Ritter hat getan, was er konnte. Tue der Ungefährliche Mensch das Seinige.

Der Phänoty­pus moderner Zeiten ist der »gefähr­liche Men­sch«. Harm­losigkeit ist lebensgefährlich geworden. Im Wech­selspiel zwi­schen den selig machenden Großkollektiven, den Staaten, und ihren Elementarteil­chen, den Individuen, er­weist sich die Fähig­keit, Gefähr­lichkeit auszu­strahlen, als un­ersetzliche Überlebenstechnik, um Ansprüche durchzu­setzen, Schutz zu finden und Unheil von sich abzulenken. Ständig den unnennbaren Schrecken vor Augen, den wir einander zufügen können, hoffen wir uns gegenseitig in Schach zu halten, bis unsere Zeit gekom­men ist. Der Verzicht auf die Bedrohung des Nächsten ist zum Äquiva­lent für Selbstaufgabe geworden. Angelangt an diesem to­ten Punkt permanenter Rivalität und Einschüchterung ist ein konstruktives so­ziales Miteinander nicht mehr vorstellbar.

An ethischen Urteilen führt kein Weg vorbei. Der redliche Vorsatz, nur noch unvoreingenommen und vorurteilsfrei in Gegenwart und Vergangenheit blicken zu wollen, hat zu vorsätzlicher Blindheit in Sa­chen Gut und Böse geführt. In Fachkreisen wird diese Perspektive für kindisch und unaufge­klärt gehalten. Doch Mo­ra­l ist wahrscheinlich das einzige, was Geschichte noch hat. Einen Sinn habe sie jedenfalls nicht mehr; sagt man. Nur noch Fakten, die immer neue Fakten nach sich zö­gen, seien übrig geblieben. Demnach ginge die Welt ganz von alleine. Eine hübsche Vorstellung für Strolche, die gern Strolche bleiben wollen. Die Welt erklärt – in fünf Minuten. Keine Moral zu haben, spart eine Menge Zeit.

Der Ungefährliche Mensch legt weni­ger Wert auf die Güte der Gesinnung als auf die Güte der Le­bensin­halte. Der heilsame Einfluß wohltuender Erfahrun­gen ist evident. Die konkrete Erfahrung lehrt allerdings, daß angstfreies Wohlsein eher für eine gefährliche Be­wußtseinsstörung gehalten wird; nur dazu geeignet, den Ernst der Lage zu verkennen. Eben dies ist die Hürde, die es zu nehmen gilt: aufzu­zeigen, daß erst der Wahn die Bedingungen schafft, die ihn begründen. Und aus welchen Quellen speist sich dieser Wahn? Um diese Frage geht es hier. Zu Beginn ist festzuhal­ten: In einem scheinbar unumkehrbaren Trend nimmt die Gefährlichkeit der Einzelnen zu. Es läßt sich kein Ni­veau den­ken, von dem sich sagen ließe, von nun an sei eine Steigerung unnö­tig oder gar auszu­schließen. Eher handelt es sich um einen permanenten Vor-Gang, dem stete Ver­stär­kung und Verfei­nerung im­manent ist. Der Sprengstoffgürtel unter der Jeansjacke ist nur der vor­läufige, technisch bedingte Höhepunkt dessen, was in einem unauffäl­ligen Passanten so alles stecken kann.

Wie ein roter Faden zieht sich die Vorrei­ter- und Vorbildfunk­tion in­stitutioneller Einrich­tungen jeder Größe und Couleur durch diese Unter­suchung. Teil I be­schränkt sich auf die Hand­lungs­weisen der Einzelnen, denn die Symptomatik hat der Diagnose vorauszugehen. Das massive Anwachsen indi­vidueller Gefährlichkeit verhält sich reziprok zur in­stitutionellen Gefähr­lich­keit. In Massengesell­schaften ist das Individu­elle ein vom Kollektiv abgeleiteter Reflex. Die Klagen über den grassierenden Individualismus unserer Zeit sind nicht nur der Sache nach verfehlt; sie bezeugen auch den Notstand derer, die spüren, daß ih­nen alles Eigene entgleitet, während sie als Verein­zelte schlicht abzusaufen drohen.

Das staatliche Gewaltmonopol ist wohl das einzige Monopol, das offen propagiert und gepriesen wird – und das einzige, das so dauerhaft und hartnäckig verletzt wird. Das Gewaltprivileg von Sei­ten organisierter Kollektive soll die individuelle, willkürliche Rohheit ein­dämmen. Doch scheint es sich eher um ein Lehrer-Schüler Verhältnis zu handeln. Dies wäre nachzuweisen. Vorläufig ist festzustellen: Was als Einschüchterung gedacht war, wirkt zunehmend aufstachelnd und ist im­stande, sogar friedfertige Gemüter aufzureizen. Gefährlichkeit als Attribut der Selbstbehauptung hat offenbar ein Ei­genle­ben aufgenom­men.

An der Wiege moderner Staatsordnungen standen Männer, die von tiefem Mißtrauen erfüllt waren: Die Verschlagenheit des gemeinen Mannes sei eine traurige Tatsache, an keine Voraussetzung gebunden; Bosheit frage nicht nach Gründen. Deshalb brauche sich die künftige Ordnung auch nicht nach der Verhältnismäßigkeit seiner vorbeugenden Mittel befragen zu lassen. Thomas Hob­bes, ein konsequenter Vordenker des bürgerlich-liberalen Staates, empfahl mit männlicher Logik, die Bestie Mensch unter der Übermacht eines gnadenlosen staatlichen Le­viathans lebendig zu be­graben. Und Robespierre, sittlicher Oberhirte der ersten bürgerlichen Revolution, prägte jenen po­litischen Kampfbe­griff, der uns seitdem keine Ruhe mehr läßt: »Régime de la Terreur!« - „Terror ist nichts anderes als Gerechtigkeit, sofortige, unnachsichtige und unbeugsame Gerechtigkeit; er stellt daher eine Ausdrucksform der Tugend dar.“ Terror ist nichts anderes als eine staats­tragende Idee im Dienste der Volkserziehung. Eine ordnungsbildende Maßnahme. Ihr erstes, aus­drücklich zu diesem Zweck erfundenes Instrument war die »Tugendmaschine«, später umbenannt nach ihrem Erfinder, einem Pa­riser Arzt: Guillotine.

Staatsräson – man kann es nicht genug betonen – ist der Erfinder, Ur­heber und Übungsleiter des Terrors. Daß das Monopol darauf schwer aufrecht zu erhalten ist, hat man vielleicht geahnt. Die Vaterschaft wird ohnehin verleugnet. Daß dennoch bis in die Gegenwart hinein dieses brandge­fährliche Spiel mit dem Feuer nicht abgeblasen wird, erklärt sich vermutlich daraus, daß auf staatserhaltender Seite noch die Über­zeugung vorherrscht, auf jedwede Eskalation des Schre­ckens mit einem größeren, notfalls finalen Schrecken aufwarten zu können. Dem Delta von Gewalt und Gegengewalt, am Zusammenfluß von individuel­ler und ge­sell­schaft­licher Gefährlichkeit ist eine Hydra er­wachsen, die un­zweideutig in den psychopathologischen Bereich hineinragt: Die Allge­meingefährlichkeit!

Als Memento dieser Schrift dient ein Filmzitat2: Auf die ungläubige Frage des Protagonisten, ob so etwas überhaupt möglich und denkbar sei: der offen geplante und mit regulären Truppen vollzo­gene Massen­mord an ein paar hundert Einwanderern... antwortet ein illusionsloser Kenner der Rechtslage: „Im Prinzip, mein Freund, im Prinzip ist alles möglich.“

Von diesem Prinzip, dieser »Paranoia Generalissima« erzählt Teil II. Si­cherheit von Leib und Leben, Schutz des Eigentums, Rechtsfrieden und die Gewährung von Freiheitsräumen sind primäre Rechtfertigungs­gründe des Staates. Unterschiedliche Staatsformen kommen diesen Zielen unter­schiedlich nahe; und jene Ordnungsformen, die diesen Zielen am nächsten kommen, sind den anderen vorzuziehen. Insoweit besteht Einigkeit. Doch hier wird der Frage nachgegangen, ob die schlimme Dialektik zwischen wohltuenden Wirkungen und zerstöre­rischen Nebenwirkungen tat­sächlich unvermeidlich ist? Ob der Versuch Erfolg verspricht, die unerwünschten Begleiterschei­nungen auf ein er­trägliches Maß einzugrenzen? Ansonsten muß die Absetzung des Medi­kaments erwogen werden. Grausamkeit und Bosheit – vielleicht doch nur eingebildete Krankheiten? Damit wäre die Schmerzgrenze des leid­geprüften Patienten erreicht.

Die unbehagliche Differenz zwischen ordinär-privater Gefährlichkeit und der leicht entzündlichen All­ge­meinge­fährlichkeit als Ordnungsmaß­nahme liegt nicht in ihrer quantitativen Potenz. Be­drückend ist der qualitative Unterschied: die generelle Unzugänglichkeit für Kritik. Die gefährlichen Allüren von Privatpersonen entspringen meist schlichter Verlegenheit. Sie geschehen häufig spon­tan, werden schnell bereut und sind leicht justiziabel. Derartige Gewaltakte müssen schon auf ho­hem Bewußtseinsniveau stattfinden, um nicht der Lächerlichkeit, müdem Be­dauern oder rou­tinierten Therapiemaßnahmen anheimzufallen. Moderne Großkollektive jedoch, mit denen wir es heute maßgeblich zu tun haben, müssen nicht erst in Stimmung kommen, um loszulegen. Diese Kollektive sind so selbstverständlich mit all­ge­meinge­fährlichen Attribu­ten getränkt, daß ihre be­ständig nach außen und innen gerichteten In­strumente als notwendiges Übel erscheinen. Schlimmer noch: Die halb­automatische Konstruktion von Großgesellschaften hat dazu geführt, daß diejenigen, die diesen heiklen Attributen ausgeliefert sind, sich ein Leben ohne permanente Bedro­hung nicht mehr vorstellen können. So unzumutbar der Zustand auch ist; Kritik daran wird als un­sinnig emp­funden - und als feindseliger Akt, wenn sie nicht verstummen will.

Wie gesagt: Im Prinzip, mein Freund, im Prinzip ist alles möglich. Und deshalb, weil schon aus lo­gischen Gründen nicht alles möglich sein kann, wenn etwas existieren soll, hat es das Murren und Rütteln am scheinbar Unvermeidlichen immer gegeben. Hier wird es fortgeführt und behauptet: Na­türlich läßt sich die Lage entschärfen! Menschliches Elend ist soziales Elend, also selbstver­schuldet. Auf diesem Feld exis­tieren keine Naturgesetze. Dort gibt es keine Tabus und Berüh­rungsverbote. Dort ist alles Menschenwerk; errichtet auf Zeit und wert zugrunde zu gehen, wenn eine neue Zeit gekommen ist. Einschränkungen menschlicher Entfaltung sind immer notwendig -, aber niemals fremdbe­stimmte. Wieviel von den sozialen Großcontainern dabei übrig bleibt, werden wir sehen. Ohne Dekonstruktionen kommen wir kaum davon.

Soviel Kummer muß sein. Dann je­doch hoffen wir auf unser letztes, drittes Stück: Möge es unser bestes werden. Man kann nur wollen, was man sich auch vorstellen kann. Teil III wird es anschaulich machen. Vorher muß man das, was man hat, satt haben. Diesem Zweck, den Überdruß an einer sich im Kreise drehenden Wirklichkeit zu schüren, dienen die beiden ersten Kapitel. Im dritten Kapitel erweist sich der Scherbenhaufen als Kristallpalast - wenn alles gut geht.

1 Th. Hobbes, »Leviathan«, Kap. 5
2 »Heaven´s Gate«, Michael Cimino

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