Exposé

Sujet:        Reisebericht aus Kuba
Zeit & Ort: Nov.-Dez. 2008, 7 Wo. in Havanna, 1 Wo. auf dem Land.
Titel:         »Der kubanische Hund« - Kuba von unten...

Thema: Das Kuba der Kleinen Leute: Wie sich wertloses Geld, wirtschaftliche Isolation und politischer Eigensinn in kulturellen Mehrwert verwandeln. - Oder: Das Abstellgleis als Überholspur. Die Kunst des Reisens begegnet der Kunst des Daseins.

Inhalt: Aufgrund geschichtlicher Vorkenntnisse glaubte der Autor zu wissen, was ihn erwartet. Irrtum. Er wohnte bei einer Familie in Central Havanna und pflegte Kontakt nur mit Einheimischen. Dank mangelhafter Sprachkenntnis und fehlenden Talentes, sie zu erwerben, kommunizierte er wie ein Kleinkind mit Händen und Füßen, saugte auf, was er sah und hörte. In Kombination mit dem Verstand eines Erwachsenen kam er zu seltsam naiven Ergebnissen. Sehenswürdigkeiten wurden zu Denkwürdigkeiten. Herumirrend auf den Straßen wuchs die Anzahl der offenen Fragen und der Respekt vor der Unbeirrbarkeit der Einwohner: Man lebt in einem Polizeistaat, die Versorgungslage ist zum Erbarmen, die Wohnungsnot spottet jeder Beschreibung. Den Kubanern gelang es dennoch, ihrem Leben Schönheit und Bedeutung zu verleihen.
Der ungeschönte Blick auf die Misere, verbunden mit der Euphorie des Eigensinns; das ist jener Kynismus, den der Autor auf dem Schutthaufen der Geschichte wähnte und zwischen den Ruinen Havannas wiederfand - in Gestalt »Des Räudigen Hundes«. Bei seinem letzten Auftritt war der Autor gezwungen, sein Mitleid aufzugeben und die wahren Kräfteverhältnisse anzuerkennen.

Motivation: Es ist nötig, von einer anderen Art der Wertschätzung zu berichten. Die Kubaner entpuppten sich als ein von Menschkeit getragenes Kulturvolk, das uns, die Einwohner der vorbildlichen Länder, nachdenklich macht.
Stil: Subjektiver Tagebuchstil, eingestreute Reflexionen. Der Duktus des Textes ähnelt dem gesprochenen Wort. Kurze, anekdotenhafte Abschnitte in loser Chronologie. Einige Themen werden mehrmals aufgegriffen. Der Autor ist kein allwissender Erzähler, sondern gerät zusehends tiefer in Erklärungsnot. Der unsentimentale, teils selbstironische Tonfall irritiert die Gewohnheit und übertrifft die Erwartungen.
Ergänzend: Ausdrucksstarke Fotos zur Illustration.

Zielgruppe: Kopfreisende. Alle, die das Prickeln mögen, das beim Zersetzen vorgefasster Meinungen im Kopf entsteht. Die verblüffenden Details der Reise werden das Interesse an Kuba neu beleben. Die LeserInnen sind eingeladen, sich unmittelbar in das Geschehen hineinziehen zu lassen und mit neuen Augen auf ein altbekanntes Land zu blicken.

Manuskript: 180 Normseiten

Der Autor wird gerne seinen Elfenbeinturm verlassen, um mit Vorträgen, Lesungen, etc. für die Verbreitung dieser Eindrücke seinen Teil beizutragen.

Für Kindle:

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